…soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein?

Seit einiger Zeit befinde ich mich in einer Zwischenphase meines Lebens. Ich nenne es gerne das “Entscheidungs-Nirvana”. Das Studium ist vorbei, ich habe mich aber noch nicht so richtig entschieden, wohin es beruflich gehen wird. Derweilen halte ich mich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, denke viel nach und beschäftige mich theoretisch mit Entscheidungsfindung. Ja, ich höre die Ironie hier auch raus und verdammt, ja! ich vermisse das Studienleben und das intensive beschäftigen mit Phänomenen meines Alltages.

Entscheidungen treffen

Das Ziel jeder Entscheidung

ist einen unklaren Zustand zu beenden. Dabei steht eine Klärung im Vordergrund. Es geht um Entschiedenheit (vgl. Nöllke 2010: 7). „Entscheiden ist der Prozess des Wählens zwischen mindestens zwei Optionen, mit dem Ziel, erwünschte Konsequenzen zu erreichen und unerwünschte Konsequenzen zu vermeiden.“ (Betsch/Funke/ Plessner 2011: 68) Der Vorgang führt im besten Fall zu einer Wahl (Entscheidung). Durch diese Wahl wird eine Möglichkeit selektiert und der Entschluss gebildet, diese zu verwirklichen (vgl. ebd.). Durch die Wahl werden Alternativen, die ebenfalls im Bereich des Durchführbaren liegen, verworfen (vgl. Nöllke 2010: 7). Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Entscheidungssituationen: von außen bestimmte Situationen und selbstbestimmte Themen.

Entscheidungssituationen

Bestimmte Situation: Eine bestimmte Situation führt zu einem Problem. Man reagiert mit einer Entscheidung darauf. Man entscheidet reaktiv. Die Wahlmöglichkeiten sind vorgegeben. Ein Beispiel dafür ist die Wahl in der Kantine, welches Essen man haben möchte (vgl. Nöllke 2010: 12).

Selbstbestimmtes Thema: Man bestimmt ein Thema und trifft daraufhin eine Entscheidung, das bedeutet man entscheidet proaktiv. Ein Beispiel für ein selbstbestimmtes Themen ist u.a., wenn man seine Sprachkenntnisse verbessern möchte, so hat man mehrere Möglichkeiten das zu tun, z.B. mittels eines Sprachkurses, einer Sprachreise, eines Auslandssemesters, Eigenstudiums. Man ist frei in seiner Wahl, da einem Nichts vorgegeben wird (vgl. ebd.).

Frei in seiner Entscheidung ist man nicht immer. Besonders unter Berücksichtigung des Aspektes der Persönlichkeit eines jedes Menschen. Morgen beschäftige ich mich mit der  Einteilung der Menschheit in mindestens zwei Gruppen: in passiv oder aktiv geprägte Persönlichkeiten.

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