Attributionstheorien sind allgemeine Ansätze der Psychologie, die beschreiben, wie Individuen Informationen nutzen, um kausale Erklärungen für Verhaltensweisen von Menschen vorzunehmen. Die Attributionstheorie versucht Ereignisse, Handlungen und Handlungsergebnisse zu erklären, indem sie diese auf ihre Ursache zurückführen und analysieren.

Attributionstheoretiker fragen sich, wie man zu ganz bestimmten Antworten auf Fragen kommt, wie z.B.: „Warum habe ich Erfolg/Misserfolg in der Schule oder im Beruf? Ein typisches Kennzeichen für Attributionsfragen sind „Warum“-Fragen. „Warum ist etwas so und nicht anders?“

Die Attributionstheorie ist mir wirklich sehr sympathisch, da ich seit meiner kleinsten Kindheit die Welt mit „Warum”-Fragen zu verstehen versuche. Warum verhalten sich Menschen so wie sie sich verhalten? Warum treffen Menschen Entscheidungen und was passiert danach? Wie gehen sie mit den Konsequenzen um? usw.

Laut der Attributionstheorie haben alle Ursachen von Ereignissen drei Eigenschaften gemein (vgl. Weiner 1994: 1). Sie sind:

attributIn unserem Fall wird z.B. geringe Fähigkeit als Ursache für einen Misserfolg im Beruf meist als internal, stabil und unkontrollierbar betrachtet. Hingegen eine bereits getroffene Verabredung als Ursache für die Ablehnung einer Einladung durch eine Person wird gewöhnlich als external, instabil und unkontrollierbar angesehen (vgl. ebd.).

Die Zuordnung einer Ursache als kontrollierbar besagt, dass diese Ursache willentlich verändert werden kann und schließt somit auch persönliche Verantwortlichkeit mit ein. Die zwei Konzepte der Kontrollierbarkeit und der Verantwortlichkeit sind daher eng miteinander verbunden (ebd.: 2).

Ja, wenn es um Verantwortung übernehmen geht, dann geht’s ums Eingemachte, besonders in Bezug auf die berufliche Selbstverwirklichung und wenn es um meine Zukunft geht. Übrigens auch über dieses Thema habe ich eine interessante Studie gefunden. To be continued…


Weiner, Bernard (1994): Sünde versus Krankheit: Die Entstehung einer Theorie wahrgenommener Verantwortlichkeit. In: Försterling, Friedrich/Stiensmeier-Pelster, Joachim (Hg.): Attributionstheorie. Grundlagen und Anwendungen. Göttingen (u.a.): Hogrefe – Verlag für Psychologie. S. 1-26.

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